IRD-Jahresbericht 2017 - Seite 45



INLANDSARBEIT
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INLANDSARBEIT
Community Fundraising und
Unternehmenskooperationen
Öffentlichkeitsarbeit und
Ehrenamtliches Engagement
2017 hat das Community Fundraising von Islamic Relief mit seinen Regionalbüros in Berlin,
Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München wieder viele Aktionen veranstaltet.
Unter dem Motto „MJD macht Schule“ sammelte Islamic Relief in Kooperation
mit der Muslimischen Jugend Deutschland e. V. für ein Schulbauprojekt in Malawi. Die
Jugendlichen organisierten verschiedene Veranstaltungen, bei denen Spenden für das
Projekt generiert werden konnten. Im Rahmen von lokalen Initiativen wurde so ein Jahr
lang Geld gesammelt. Nachdem das Spendenziel erreicht und das Projekt realisiert wurde, erhielt diejenige Gruppe, die den größten Betrag aufgebracht hatte, die Möglichkeit,
sich selbst vor Ort ein Bild der Arbeit von Islamic Relief zu machen – die Reise wurde für
2018 geplant.
Im Mai 2017 luden die Initiative Berliner Muslime (IBMUS) und Islamic Relief
Deutschland Familien, Freunde, Bekannte und Interessierte zum 14. Mal zum Muslim
Cup in den Sport- und Erholungspark Strausberg ein. Bei bestem Wetter wurde Fußball
und Volleyball gespielt. Für die rund 2.000 Besucher gab es außerdem Maskottchen,
Naschid-Gesang und anderes Bühnenprogramm, sowie einen Basar mit vielfältigem
Angebot.
Beim 5. KDDM-Cup kamen im Mai 2017 mehr als 6.000 Besucher auf den Platz des
VfL Benrath in Düsseldorf. Eingeladen hatte der Kreis der Düsseldorfer Muslime (KDDM),
der das Fest in Zusammenarbeit mit Islamic Relief Deutschland organisiert. Die Einnahmen gingen zugunsten der Afrika-Nothilfe von Islamic Relief, wobei sich das Team IKC
Bosna den Turniersieg sicherte. Bei den kleinen Kickern erreichte die Mannschaft „Masjid
Monheim“ den ersten Platz. Schirmherr der Veranstaltung waren unter anderem Profifußballer Mesut Özil und der Oberbürgermeister Düsseldorfs Thomas Geisel.
Im September 2017 lud Islamic Relief zum dritten Frankfurter Benefizlauf ein. Hierbei
wurde das Bildungsprojekt „Happy Classrooms“ in Malawi gefördert. Neben dem Sponsorenlauf konnten sich die Besucher über ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen.
Im Oktober hieß es dann „Let‘s Build Together!“ – die Charity Week Deutschland
organisierte zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit Islamic Relief Deutschland in
verschiedenen deutschen Städten Veranstaltungen für den guten Zweck. Studierende
und engagierte Menschen kamen für eine Woche zusammen, um mit kreativen Ideen
wie zum Beispiel Backwettbewerben oder BumperBall-Turnieren Spenden für Waisen
und bedürftige Kinder zu sammeln. Es wurde eine stolze Gesamtspendensumme von
78.589,09 Euro erreicht, mit der Waisenpatenschaften im Libanon finanziert wurden.
Damit hat sich die Spendensumme des Vorjahres verdoppelt.
Viel Unterstützung erhielt Islamic Relief auch 2017 wieder von diversen Unternehmen. So organisierte etwa das Restaurant „Café Türkis“ in Hamburg ein „Speisen für
Waisen“-Essen, dessen Einnahmen an die Islamic Relief-Aktion gingen. Die Firma Outlet46.de hat erneut für verschiedene Nothilfekampagnen von Islamic Relief Deutschland
gespendet und zudem die Islamic Relief Kleiderkammer mit Sachspenden in Form von
neuer und neuwertiger Kleidung unterstützt. Weitere Firmen, die unsere Projekte in 2017
mit großzügigen Spenden unterstützten, waren EuBia, KMH Wheels und die Firmengruppe SE eines Unternehmers aus Norddeutschland. •
Anlässlich des sechsten Jahrestages der Syrienkrise versammelten sich Vertreter von
mehr als 20 deutschen Organisationen am 8. März 2017, um auf die weiterhin untragbare
Situation in Syrien aufmerksam zu machen. So kamen mehr als 100 humanitäre Helfer,
darunter auch von Islamic Relief Deutschland, unter dem Motto „Uns sind die Hände
gebunden“ vor dem Bundestag zusammen. Dabei hatten sie ihre Hände mit einem roten
Seil verbunden und lasen gleichzeitig Schlagzeilen von Pressemeldungen und Statements der letzten sechs Jahre über die Krise in Syrien laut vor.
Im Juni 2017 ging Islamic Relief auf Initiative von Gemeinsam für Afrika wieder auf
die Straße. Die Kampagne rief unter dem Motto „Gemeinsam gegen die Hungersnot“
anlässlich der dramatischen Hungerkatastrophe in Afrika Bürgerinnen und Bürger dazu
auf, für die Hungernden in Afrika zu spenden. Zeitgleich wurden an zentralen Plätzen in
mehreren deutschen Städten auf einer riesigen Afrika-Europa-Karte Informationen zu
den am stärksten von der Hungersnot betroffenen Ländern gezeigt. Dazu wurde ein gemeinsamer Aufruf unter Beteiligung namhafter Hilfsorganisationen sowie dem Bündnis
Aktion Deutschland Hilft gestartet, der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
unterstützt wurde.
Islamic Relief kam vom 6. bis zum 17. November mit Vertretern von fast 200 Ländern
bei der UN-Klimakonferenz COP 23 in Bonn zusammen. Dabei ging es um die technische
Umsetzung des internationalen Klimaschutzabkommens, das Ende 2015 in Paris vereinbart worden war. Die Bonner Konferenz arbeitete an einem Regelbuch für das Pariser
Klimaabkommen. Bei der Compassionate Simplicity Initiative, einer neuen multikonfessionellen Koalition, die eine nachhaltige und glaubensgestützte Klimapolitik vertritt,
stellte Islamic Relief ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Glaubensgemeinschaften vor.
Vertreter von Islamic Relief Deutschland nahmen zusammen mit Kollegen der humanitären Akademie für Entwicklung (HAD), einer Islamic Relief-Initiative, an den Veranstaltungen teil. Zudem schlossen sie sich GreenFaith, einer interreligiösen Koalition für
Umwelt, die Menschen aller Glaubensrichtungen dabei hilft, Umweltschützer zu werden,
an und fuhren zusammen mit vielen Organisationen auf Fahrrädern durch Bonn. Ziel war
das UN-Gebäude. Dort angekommen überreichten die Teilnehmer an Patricia Espinosa
Cantellano, Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, eine
COP 23-Erklärung zum Thema „Nachhaltiges Leben“.
ISLAMIC RELIEF DEUTSCHLAND
JAHRESBERICHT 2017
Im letzten Jahr betrug die Zahl der Ehrenamtlichen, die für Islamic Relief deutschlandweit tätig waren, um die 700. Sie sind unter anderem bei MuTeS tätig oder haben mit
einigen kreativen Ideen Spenden für unsere Projekte gesammelt.
So nahm Islamic Relief Deutschland im letzten Sommer einige Ehrenamtliche mit
auf eine internationale Fundraising-Challenge. Der Inhalt der Challenge: Sieben Tage
lang durch verschiedene Orte in Andalusien radeln, von Cordoba über Granada mit der
einzigartigen Alhambra bis zum Alpujarras-Gebirge. Der Erlös floss in Projekte zur Trinkwasserversorgung von Bedürftigen. Um teilnehmen zu können, mussten die Ehrenamtlichen zuvor einen Spendenbetrag von mindestens 1.500 Euro sammeln. •
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