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UNIVERSUM
Der Reformer Kaiser Joseph II. wandelte
das Areal zum Allgemeinen Krankenhaus
um, das 1784 mit viel öffentlicher
Aufmerksamkeit eröffnet wurde. Das
Foto aus dem Jahr 1904 zeigt das
Denkmal von Josef II. in Hof 2.
Internationale Größen der
Wiener Medizinischen Schule
waren hier tätig: von Ignaz
Philipp Semmelweis (1818–1865)
über Theodor Billroth (1829–
1894, im Bild zu sehen) bis
Karl Landsteiner (1868–1943).
Im selben Jahr wurde auch der
„Narrenturm“ als weltweit
erster Spezialbau zur
„Bewahrung und ärztlichen
Versorgung von psychisch
Kranken“ eröffnet. Eine
wichtige Verbesserung, wurden
doch damit die „Wahnwitzigen“
erstmals als Kranke angesehen
– die medizinische Versorgung
blieb jedoch bescheiden.
Durch das „Tor der heimlich Schwangeren“ (in Hof 7)
gingen zwischen 1784 und 1854 jährlich Hunderte
Frauen, um im Gebärhaus anonym und sicher
entbinden zu können. Vor allem für ledige Mütter war
das Wiener Gebärhaus ein „Zufluchtsort“, um sie „vor
der Schand und Noth“ zu retten.
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