univie 2/2019 SCREEN - Seite 11



SCHWERPUNKT
Gesundheit (nicht nur)
aus dem Labor
BLICK HINTER DIE LABORTÜREN UND
DARÜBER HINAUS. Was sich in den
Labors und im Hörsaal an der Universität
Wien Neues zum Thema Gesundheit tut:
Der Ernährungswissenschafter Karl-Heinz
Wagner ist auf einen Gendefekt mit positiven
Nebenwirkungen gestoßen, er verhilft zu
einem längeren und gesünderen Leben.
MikrobiologInnen um Michael Wagner suchen
nach Möglichkeiten, wie man die BakterienGemeinschaft im Darm gezielt manipulieren
kann, um Krankheiten vorzubeugen und zu
therapieren. Und Privatdozent Karl Krajic
thematisiert mit den Studierenden in seinen
Lehrveranstaltungen, warum Gesundheit für
unsere Gesellschaft immer wichtiger wird.
Außerdem verraten Alumni, die im Ausland
leben, ihre persönlichen Gesundheitsvisionen
(auch) aus dem Labor und erzählen, wie
sie das Gesundheitsbewusstsein in ihrem
Land erleben.
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Z
FOTOS/MONTAGE: SHUTTERSTOCK/STOCKFORLIVING, VESNA CVOROVIC
TEXT: SIEGRUN HERZOG
mit dem Präventionspotenzial von
Ernährung – und das werde stark unterschätzt. Denn zahlreiche Erkrankungen
wie Typ-2-Diabetes entstehen durch eine
längerfristige Fehlernährung.
ehn bis 15 Jahre hat man in der
Regel Zeit, die Entwicklung ist
bekannt: ein Zuviel an Energie,
ein Zuwenig an Bewegung, Übergewicht
nimmt zu, der Blutzuckerspiegel steigt
leicht an und damit die Insulinausschüttung. „In diesem Prozess kann man
durch Ernährungsumstellung und
Lebensstiloptimierung extrem viel verändern. Man kann sogar den gesamten
Prozess wieder aufheben, kann sozusagen auf ,Reset‘ gehen“, betont Karl-Heinz
Wagner. Der Ernährungswissenschafter
beschäftigt sich an der Universität Wien
Was man dafür tun muss? Große
Geheimnisse gebe es nicht, genauso
wenig wie DAS Wunder-Lebensmittel,
das uns vor allen Krankheiten schütze.
„Man sollte versuchen, die Ernährungsempfehlungen umzusetzen, sprich eine
pflanzenbetonte Mischkost, viel Obst
und Gemüse, vorzugsweise in den Farben des Regenbogens, um möglichst
viele verschiedene Nährstoe zu bekommen, viele Getreideprodukte, Fleisch
und Fleischprodukte maximal zwei bis
drei Mal die Woche sowie Fisch und
gesunde Fette. Und regelmäßig Bewegung.“ Klingt eigentlich einfach.
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